89 Helden und Vorbilder

(Krawallbrüder – Gott mit uns)

 

Ich bin ein Mensch mit leichtem Hang zum Pathos.

Deshalb denk ich auch beim Stichwort Held noch eher an siegreiche Schlachten oder zumindest grandiose Untergänge.
Ihr wisst schon. Wagneresk.

„Der letzte Mann“. Das festklammern an Idealen.

Treue bis in den Untergang. Feuersturm und Eiswände.

 

Heldenmut und Dummheit,
beides ist nicht mehr als der Wille, länger durchzuhalten als man kann.

 

Aber natürlich gibts so meine persönlichen Superhelden.

Menschen, die in einem zumindest für mich völlig unrealistischem Alter schon so felsenfest im eigenen Leben stehen dass es fast gruselig ist.
Menschen, die versuchen andere Leute bisschen glücklicher zu machen.
Menschen, die großartiges Zeug können und tun, und nur abwinken bevor man fürs „Danke“ luftholen kann.
Menschen, die andere aus ihren Löchern holen. Oder aus ihren Leben, wenns sein muss.
Menschen, die sich besser unter Kontrolle haben als gut für sie ist.
Menschen, die mehr Nackenschläge eingesteckt haben als irgendwer aushält.
Menschen, die stehen bleiben.
Menschen, die treu bleiben. Sich. Ihrer Sache. Dem was sie sind und immer sein werden.

 

Und ja, Vorbilder hab ich auch.

Die Menschen, die mir mal beigebracht haben, wie man ist, wer man ist.
Was Härte bedeutet.
Was Treue bedeutet.
Ehre, Stolz.
Welchen Preis man zahlt.

Wieviel mehr wert es ist, sich am Ende immernoch selbst ertragen zu können.
Und wenn man auch der Einzige ist, der einen noch erträgt.

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